Neue Meldung von uns :)
Halli hallo, da sind wir wieder!
Aber wir melden uns nicht wie eigentlich gedacht aus Kalgoorlie, sondern wieder aus South Australia. Genauer gesagt aus Port Augusta.
Eigentlich war ja geplant, das wir mit Hansi & Margit von Alice Springs aus zum Uluru fahren und dann weiter nach Western Australia. Mit der Fahrt zum Uluru hat auch alles soweit geklappt. Aber auf dem Weg dorthin ist Willi einmal das Linke Vorderrad aus für uns unerklärlichen Gründen heißgelaufen. Nach ein paar Minuten Pause ging es dann wieder und wir konnten weiter. Als allerdings dann in Yulara (die Stadt beim Ayers Rock), das andere Rad heiß gelaufen ist, und es diesmal noch unerklärlicher war, haben wir gesagt wir fahren die 1200km Schotterpiste nicht, weil wir nicht wissen was passiert. Also sind wir dann wieder über den Highway zurück nach Süden gefahren. Eigentlich schade, weil die Strecke ziemlich langweilig ist und wir Hansi & Margit dadurch allein weiterfahren lassen mussten. Aber das Risiko einzugehen, Willi für aber-tausende Dollar aus dem Outback abschleppen zu lassen, war es uns nicht wert.
Also sind wir wieder zurück und haben uns vorgenommen in Süd Australien einen Job zu finden. Eigentlich hatten wir vor wieder irgendetwas zu ernten, aber die Anrufe bei der Ernte-Hotline waren eher ernüchternt, weil es zu viele Arbeiter und zu wenig Job gibt.
Also gab es noch die Alternative Roadhouse. So viele Roadhouses, also Tankstellen mit Hotel/Motel und Bar oder sowas, gibt es auf der Strecke nicht. Aber wir haben bei einem gefragt und auch direkt eine Zusage bekommen ;) Hier werden wir also ein paar Wochen verbringen. Was wir genau machen steht noch nicht fest, aber es gibt hier eine Tankstelle mit Imbiss und ein Hotel/Motel-Komplex mit Bar. Da werden wir dann irgendwie eingeteilt.
Aber jetzt erstmal zu der Zeit von Alice Springs bis zum Ayers Rock.
Vergangenen Dienstag sind wir am frühen Vormittag aus Alice Springs westwärts losgefahren, nachdem wir noch Einkaufen und Tanken waren.
Den ersten Stop haben wir beim „Standley Chasm“ gemacht, einer tiefen ausgewaschenen Schlucht durch die man durchlaufen kann, wenn das Wasser nicht zu hoch steht ;) Etwa 40 Minuten Fußmarsch musste man in Kauf nehmen um zu der Schlucht zu kommen, aber dann stand man in der ca. 30m tiefen und vielleicht 4m breiten Schlucht. Da es erst vor kurzem geregnet hatte, stand noch relativ viel Wasser im Flussbett, sodass man nasse Füße bekam ;) Aber die wurden ja dann auch schnell wieder trocken. Das Ende der Schlucht war nach 50m erreicht und man musste auf relativ hohe Felsen klettern um weiter zu kommen. Dahinter gab es jedoch nicht so viel zu sehen, weshalb wir das lieber gelassen haben, denn wir hatte unsere gute Technik (Kameras und Videokamera) dabei und das sollte nicht unbedingt ins Wasser fallen ;)
Weiter ging es dann zum Ellery Creek Big Hole. Das ist ein ständig gefülltes Wasserloch in einem Flusslauf. Hier haben wir eine kurze Mittagspause gemacht und sind danach baden gegangen. Das Wasserloch war nicht besonders warm, aber eine angenehme Abkühlung :) Man konnte eine ganze Zeit im tiefen Wasser schwimmen und kam irgendwann auf einer Sandbank an, wo dann auch das Wasser ein wenig wärmer war.
Nachdem wir genug gebadet hatten sind wir weiter gefahren zum Ormiston Gorge. Hierbei handelt es sich um einen Fluss, der von viele hohen Felswänden umgeben ist. Da die Badestelle am Nachmittag, als wir dort waren schon im Schatten lag sind nur die Männer nochmal schnell ins Wasser gesprungen. Gegen Abend sind wir dann weiter gefahren zum Redbank Gorge, wo wir übernachtet haben. Zum Abenndbrot gab es Känguru am Spieß und Mais dazu. Sehr lecker. Doof war nur, dass wir uns unser Essen noch mit ca. 2 Millionen hungrigen Fliegen teilen mussten! Von unserem Stellplatz aus konnte man in das Tal schauen, worin der Redbank Gogre fließt. Im Abendlicht wurden wir mit einem wunderschönen Farbenspiel belohnt.
Am nächsten Morgen sind wir in das Tal hinab gefahren und sind vom Parkplatz 20 Minuten bis zum Gorge gelaufen. Das Flussbett war so gut wie ausgetrocknet, nur ab und zu war noch eine Pfütze da, die die Sonne noch nicht ausgeleckt hatte. Ein großes Wasserloch ist aber übrig geblieben, was man das ganze Jahr über besuchen kann. Wir hatten auch wieder Lust zum baden, also sind wir uns schnell in den Bikini und die Badehose geschlüpft und dann konnte es losgehen. Timo ist vor geschwommen, zwischen den Felswänden hindurch. Das Wasser war sehr tief und kalt. An der engsten Stellen waren die Felsen an jeder Seite vielleicht 2 m voneinander entfernt. Timo und Hansi sind noch ein ganzes Stück in die „Schlucht“ hinein geschwommen. Irgendwann, nach 3 weiteren Kurven konnten sie jedoch nicht mehr weiter, da dort ein großer Felsen im Wasser war und sie erst darüber klettern gemusst hätten. Kurz vor Mittag waren wir zurück am Auto und die Fahrt konnte weiter gehen. Das nächste Ziel war „Gosse Bluff“ ein riesiger Meteoritenkrater, der einen Durchmesser von 1,6 km hat! In diesen konnte man hineinfahren und sich das Ganze mal von Innen ansehen :) Von einem Aussichtspunkt ein paar Kilometer vorher konnte man den Krater besser erkennen. Vom Parkplatz in der Mitte des Kraters hatte man durch seine Größe eher den Eindruck, dass man in Mitten einer Bergkette steht. Von Gosse Bluff führte eine 150km lange Schotterpiste zum Kings Canyon, dem heutigen Tagesziel. Diese Straße hatte es aber richtig in sich, denn wir mussten mal wieder über waschbrettartige Huckel fahren und da die richtige Geschwindigkeit zu finden ist nicht immer leicht. Dann gab es noch viele Schlaglöcher, denen man immer ausweichen musste. Es war schon ganz schön Nerven raubend! Wir waren froh, als wir in Kings Canyon am Campingplatz angekommen waren. Zeitig sind wir an diesem Abend ins Bett gegangen.
Am nächsten Morgen sind wir nämlich schon kurz vor 6 los, damit wir zeitig genug am Rand des Kings Canyon sind um den tollen Sonnenaufgang sehen konnten. Gleich am Anfang des 6 km langen Wanderwegs ging es steil hinauf. Oben angekommen haben wir uns einen guten Aussichtspunkt gesucht und dann war die Sonne auch schon da… das Farbenspiel an den Steilwänden war echt phänomenal! Aber das seht ihr euch am besten selbst mit unseren Bildern an :)
Den Wanderweg sind wir dann natürlich noch fertig gelaufen, haben uns ab und zu mal an Steilwände gelegt um tolle Fotos zu machen und waren dann kurz nach 9 wieder am Parkplatz. Da um 10 erst Abreisezeit am Campingplatz ist sind wir wieder hin gefahren und haben noch die Duschen genutzt ;) Dann schnell alles zusammen gepackt und die Fahrt konnte weiter gehen. Wir wollten heute ja noch 300km entfernten Uluru! In Yulara angekommen haben Hansi und Margit auf einem Campingplatz eingecheckt und wir haben noch zusammen Abendbrot gegessen und los ging es auch schon in den Nationalpark. Auf einem extra für den Sonnenuntergang angelegten Parkplatz tummelten sich schon einige Besucher, die nur darauf warteten, dass die Sonne hinter ihnen untergeht. Wir haben uns einen guten Platz gesucht und haben hunderte von Bildern von immer dem gleichen Motiv gemacht :P Aber es war immer wieder schön! Kurz nach 7 Uhr war die Sonne dann fast verschwunden und der Ayers Rock leuchtete in seinem schönstes Rot! Als die Sonne untergegangen war sind alle Autos abgefahren und wir haben uns außerhalb von Yulara einen Platz am Straßenrand gesucht, wo wir übernachten konnten.
Die Nacht war nur verdammt kurz, denn um 6 wollten wir schon wieder am Uluru sein. Den Sonnenaufgang sollte man ja schließlich auch nicht verpassen! Nachdem wir mit vielen Bustouristen und noch viel mehr Asiaten auf einer kleinen Plattform den Sonnenaufgang genossen haben, haben wir uns mit Hansi und Margit getroffen und sind mit ihnen zusammen um den riesigen Stein gelaufen. 10,4km war der Weg lang und es boten sich immer wieder toll Motive, die man fotografieren konnte. Am Stein direkt gibt es einige kleine Wasserlöcher, die das ganze Jahr über Wasser haben. Jedoch konnten wir nur 2 besuchen. Die Anderen sind nicht zugänglich für die Öffentlichkeit. An manchen Stellen durfte man den Ayers Rock nicht fotografieren, weil er von den Aborigines immer noch als heilige Stätte aufgesucht wird. Als wir den Spaziergang beendet hatten gings nach Yulara. Dort haben wir den restlichen Tag verbracht, bis wir dann gegen Abend nach Kata Tjuta (die Olgas) gefahren sind. Mit unseren Stühlen haben wir uns auf einen Weg gesetz, wo auch schon einige andere Leute auf den Sonnenuntergang warteten. Nachdem uns eine gute halbe Stunde die Fliegen geärgert haben, hat uns dann die Sonne mal wieder belohnt. Die Olgas haben durch die untergehende Sonne geglüht und die rote Farbe wurde immer intensiver. Mit einem schlag waren die Hügel dann dunkel, als die Sonne weg war.
Wir wollten auf dem Parkplatz eigentlich noch schnell Abendbrot machen, aber ein Ranger hat uns darauf hingewiesen, dass bis ¾ 8 alle den Park verlassen haben müssen. Wir hatten also noch 10 Minuten. Also haben wir alles wieder zusammengepackt und Richtung Westen aus dem Nationalpark herausgefahren. Das war der Anfang von der Great Central Road, die wir ja eigentlich fahren wollten. Nach ein paar Kilometern hatten wir ein Plätzchen in der Dunkelheit finden können und haben dort unser Lager für die Nacht aufgeschlagen. Nach dem Essen ging es aber schnell ins Bett, weil wir am nächsten Tag das letzte Mal so früh aufstehen mussten, bzw wollten.
Schon bevor es überhaupt hell war sind wir zu dem Parkplatz vom Vorabend gefahren und haben dort schnell was gegessen und nebenbei beobachtet wie der Horizont langsam hell wurde, die Olgas aber noch schwarz wie die Nacht waren.
Danach ging es zu einem anderen Parkplatz von dem ein 6km Weg durch die hügelige Langschaft führte. Nachdem wir gut 2km gelaufen sind kamen wir an einen Picknickplatz in einem Tal gelegen wo wir den Sonnenaufgang ansehen wollte. Wir mussten nicht lange warten, da kam die Sonne auch schon hervor. Es war zwar ein wenig bewölkt an diesem Tag, aber die Steinformationen warfen trotzdem tolle Schatten an die Felswände. So konnte man, als die Sonne richtig da war an einem großen Hügel den Schatten des Sydneyer Opernhaus erahnen :)
Danach haben wir den Weg „Valley of the Winds“ (Tal der Winde) fortgesetzt. Es ging oft Berg auf, dann wieder Berg ab, dann ein etwas steilerer Anstieg und dann kamen wir an eine Anhöhe. Als wir am höchsten Punkt angekommen waren standen wir zwischen zwei riesigen Felsen, die eine Schlucht bildeten. An jeder Seite ging es von diesem höchsten Punkt relativ steil hinunter. Von hier hatte man eine echt tolle Aussicht, der Himmel war blau, die Felsen leuchteten durch die Strahlen der Sonne und an der anderen Seite war alles grün bewachsen und die tiefstehende Sonne strahlte uns an. Das war der perfekte Platz für eine Pause :) Danach ging es noch ca. 2 km durch wunderschöne Langschaft mit vielen kleinen Finken, immer mal wieder ein Känguru und sehr vielen grünen Pflanzen (was eigentlich dort nicht so üblich ist).
Nachdem wir den Walk beendet hatten, haben wir nochmal alle Kanister mit Wasser aufgefüllt, was wir so auffüllen konnten, haben noch alles sortiert, und etwas Nahrung ausgetauscht :D (weil wir ja von nun an nicht mehr mit Hansi & Margit unterwegs waren und wir schneller wieder an eine Kaufhalle kommen). Dann sind wir zu der Kreuzung gefahren, von wo die Zwei Richtung Western Australia gefahren sind uns wir sind zurück die rund 50km zum Uluru. Dort haben wir noch schnell eine Mittagspause gemacht und sind dann aus dem Nationalpark hinaus und über Yulara auf den Highway und Richtung Port Augusta gefahren. An diesem Tag sind wir noch bis zur Grenze von Südaustralien gekommen und haben da übernachtet. Den nächsten Tag sind wir bis nach Coober Pedy gefahren und haben uns die lange weile damit vertrieben sehenswertes auf dem Highway bzw was so daneben rumlag zu fotografieren. Davon stellen wir aber besser keine Bilder auf unsere Seite, nicht das noch jemandem schlecht wird :P
Am dritten Tag, den wir alleine unterwegs waren wollten wir eigentlich bis Port Augusta fahren, haben uns jedoch vorgenommen an manchen Roadhouses nach Arbeit zu fragen. Beim Ersten haben wir dann auch gleich eine Zusage bekommen, einen Raum bekommen in dem wir schlafen können und haben uns ein wenig eingerichtet. Die Nacht haben wir dort verbracht und nun sind wir endlich auf dem Weg nach Port Augusta, um für die nächste Zeit die wichtigsten Dinge die wir brauchen einzukaufen.
Am Donnerstag fangen wir dann an zu Arbeiten. Leider gibt es dort kein Internet und erst recht kein Handyempfang, aber wir werden uns sobald wie möglich wieder bei euch melden und euch wieder auf den neusten Stand bringen.
Also bis dahin, lasst es euch allen gut gehen!
Viele liebe Grüße von uns beiden aus Australien :)
Tina & Timo
