Wir zwei in Australien!

Das Abenteuer unseres Lebens

Zurück im schönen Sydney

8.Juli

Unsere letzten Tage in Cairns haben wir noch schön genossen. Denn immerhin war es dort noch schön warm und meistens sonnig. Wie im letzten Blogeintrag angekündigt, sind wir dann noch mit unserem Tauchlehrer Ryan auf sein Segelboot gegangen und haben dort 2 Tage verbracht. Das waren zwei sehr schöne Tage, denn die See war sehr ruhig und dadurch sind wir nicht seekrank geworden ;) Segeln konnten wir trotzdem und nebenbei haben wir immer geangelt. Einige schöne Fische haben wir raus geholt, der größte war eine 1,30m lange und 19kg schwere Spanische Makrele. Ein ganz schöner Brocken!

Wir zwei waren auch zweimal tauchen, an verschiedenen Stellen vom Riff. Beim ersten Tauchgang haben wir 5 Haie gesehen, keine sehr großen, aber dennoch etwas beängstigend und vor allem beeindruckend. Zurück in Cairns haben wir dann die letzten Tage bis zu unserem Abflug mit mehr oder weniger spannenden Dingen verbracht. Vor allem natürlich Rucksäcke packen. Das war mal wieder ein absoluter Krampf! Wir haben soooo viel Gepäck gehabt, dass wir das 20kg-Limit vom Flugzeug garantiert weit überschritten hätten. Also ging es ans Aussortieren. Leider mussten wir uns von vielen Klamotten, Schuhen und einigem Kleinkram trennen. Die Gewichtsbegrenzung haben wir dann gerade so eingehalten. Glücklicherweise durften wir noch 10kg Handgepäck mitnehmen, da konnten wir noch ein bisschen aufteilen. Sonst hätten wir keine Idee gehabt was wir noch hätten wegwerfen sollen!

Der Flug war sehr ruhig und am vergangenen Samstag sind wir wieder im schönen Sydney gelandet. Inzwischen sind wir zum dritten Mal hier, allerdings auch vorerst zum letzten Mal :( Hier, wo wir zum ersten Mal australischen Boden betreten haben, wird unsere Reise auch enden und wir fliegen nächste Woche Donnerstag wieder zurück nach Hause.

Die Zeit rennt auch hier vorbei und wir versuchen die verbleibende Zeit so gut wie möglich zu nutzen ;) So waren wir natürlich noch mal bei der berühmten Oper und auf der wunderbaren Harbour Bridge. Auch das Nachtleben im berühmt-berüchtigten Rotlichtviertel Kings Cross (wo übrigens auch unser Hostel ist) haben wir schon bewundert.

Das Wetter ist, verglichen mit Cairns, leider relativ schlecht. Es ist immer ziemlich kühl, regnet oft und die Sonne scheint nicht so oft. Wir müssen aber das beste daraus machen, immerhin ist man nicht jedes Wochenende in Sydney ;)

In der verbleibenden Zeit wollen wir noch mindestens zum berühmten Bondi Beach und ins weltgrößte 3D-Kino. Eigentlich wollten wir auch das Finale der Fußball-WM auf Großleinwand schauen gehen, aber unsere deutsche 11 hat ja gestern leider verloren. Zu schade!

Jedenfalls freuen wir uns schon wieder auf zu Hause. Auch wenn wir immer trauriger werden, dass wir Australien bald verlassen müssen :( Fest steht aber, dass wir wiederkommen!

Auch wenn sicher nicht mehr so viel spannendes passiert, war das noch nicht ganz unser letzter Blogeintrag ;)

Also dann, bis die Tage!

Timo & Tina

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Auf der Zielgeraden!

27.Juni

Es ist nicht mehr lange hin liebe Leute, am 16.07.2010 landen wir (mit einem lachenden und einem weinenden Auge) wieder am Frankfurter Flughafen. Dann sind unsere 11 Monate in Australien schon wieder vorbei und unser Leben geht (vorerst) in Deutschland weiter. Die Pläne für die nächste Reise sind allerdings schon in der Entwicklung ;)

Doch zunächst sind wir immer noch in Cairns, inzwischen schon seit fast 3 Wochen. Unseren Willi haben wir schon verkauft und mit einem äußerst traurigen Blick an seinen neuen Besitzer übergeben. So einen treuen Gefährten abzugeben ist nicht leicht! Immerhin war er für fast 9 Monate unser Ein und Alles, unser zu Hause. Aber es war ja immer so geplant und von daher war die Trauer bald überwunden und wir konnten uns dem restlichen Verlauf unserer Reise widmen. Eigentlich wollten wir ja für ein paar Tage nach Fiji fliegen um noch ein bisschen Urlaub zu machen. Doch leider mussten wir diese Idee verwerfen, denn die Buchung wäre zu kurzfristig gewesen und dadurch zu teuer. Auch Bali oder Thailand waren kaum billiger und so haben wir uns dafür entschieden in Australien noch ein bisschen zu entspannen ;)

Da wir gerne nochmal ans Great Barrier Reef wollten, war es nahe liegend, dass Timo noch seinen Tauchschein macht. Tina hatte ihren schon seit einiger Zeit. Also ging es zur Anmeldung für einen 5-Tages-Kurs. Dabei waren die ersten 2 Tage im Klassenraum, bzw. im Pool und anschließend noch 3 Tage am Great Barrier Reef. Den letzten Tag sollte Tina mitkommen, damit wir nochmal zusammen tauchen können. Die Zeit im Klassenraum war dabei die langweiligste. Dabei wurde viel Theorie überwiegend durch Videos vermittelt und anschließend durch Fragen zusammengefasst. Am zweiten Tag der Theorie gab es dann noch eine kleine Prüfung. An den ersten zwei Tagen haben wir jeweils Nachmittags im Pool einige Übungen gemacht und uns mit der Ausrüstung vertraut gemacht. Am dritten Tag ging es gleich morgens raus auf See. Leider war der Tag (und die folgenden) überhaupt nicht schön. Das Wetter war grauenvoll und der Wellengang hat Timos Innereien total durcheinander gebracht, was sich in anhaltender Seekrankheit geäußert hat ;)

Die ersten zwei Tage auf See waren jeweils 2 Tauchgänge vorgesehen. In jedem haben wir die ein oder andere Übung aus dem Pool wiederholt um Routine zu bekommen. Nebenbei haben wir aber auch immer genug Zeit gehabt um die Unterwasserwelt zu genießen. Neben haufenweise schöner Korallen und Fische waren da auch ein paar Schildkröten, einige Haie und eine riesige Muräne. Als würde man in einem riesigen Aquarium schwimmen ;) Die Zeit zwischen den Tauchgängen war jedoch meistens nicht so schön, da das Schiff immer ganz schön geschaukelt hat und sich Timo dadurch die ganze Zeit nicht erholen konnte. Aber glücklicherweise verging die Zeit recht schnell und wir waren bald wieder an Land. Der zweite Tag verlief im Prinzip ähnlich, nur das Timo nicht ganz so schlecht war und der Tag dadurch einen bessern Verlauf hatte ;)

Wir haben uns dazu entschlossen direkt noch den Fortgeschrittenenkurs zu belegen. Dadurch bekommen wir noch eine weitere „Lizenz“ und können bis zu 30m tief tauchen. Mit dem ersten Tauchschein dürfte man nur 18m. Außerdem hatten wir dadurch noch 6 Tauchgänge mehr und das war natürlich sehr verlockend. Also sind wir am nächsten Tag direkt wieder aufs Boot (diesmal aber zusammen). Das Wetter war kaum besser aber scheinbar gewöhnt man sich mit der Zeit an den Seegang. Der erste Tauchgang ging dann direkt auf 25m runter. Zu sehen gibt es da eigentlich nichts, denn die meisten Korallen sind nicht tiefer als 16m unter Wasser. Aber wir mussten den Tauchgang eben machen um unseren Schein zu bekommen. Gleich beim ersten Tauchgang haben wir die Unterwasser-Navigation geübt. Dafür mussten wir mit Hilfe unseres Kompasses einfach ein Viereck schwimmen und nach Möglichkeit wieder am Ausgangspunkt ankommen ;) Das ging auch ohne Probleme und wir sind alle heil wieder an die Oberfläche gekommen. Die anderen zwei Tauchgänge an diesem Tag konnten wir gleich ganz ohne Tauchlehrer machen :) Wir sind aber zu dritt gewesen, denn Craig aus England war der dritte Schüler.

Nach dem Tag hatten wir noch einen weiteren Tauchtag mit 3 Tauchgängen. Den haben wir aber nicht direkt im Anschluss gemacht, sondern ein paar Tage später, weil wir auf besseres Wetter gehofft haben. Am Samstag sind wir dann wieder tauchen gegangen. Das Wetter war zwar nicht so schön wie erhofft, aber immerhin ein bisschen besser als die anderen Tage vorher. Wir hatten uns auf dem Boot eine Unterwasserkamera ausgeliehen die uns leider immer wieder Ärger bereitet hat. Zuerst war der Akku leer, danach kam Wasser ins Gehäuse, dann war wieder der Akku leer… und immer so weiter. Dadurch hat sich immer alles verzögert und das war einfach ärgerlich. Beim letzten Tauchgang war dann auch noch die Linse angelaufen und dadurch sind nicht wirklich viele Bilder etwas geworden. Leider! Dadurch können wir unsere Erfahrungen nicht so gut mit euch teilen :(

Heute (Sonntag) Abend fahren wir mit unserem Tauchlehrer nach Tully, einem Ort südlich von Cairns. Dort hat er einen Segelkatamaran liegen auf dem wir dann die nächsten zwei Tage verbringen werden :) Wir werden dann sicher viel schnorcheln, vielleicht den ein oder anderen Tauchgang machen und auch Speerfischen – zumindest probieren ;)

Am Dienstag Abend kommen wir dann wieder und bleiben noch bis zum 03.07. in Cairns. Dann geht unser Flug in den kalten Süden nach Sydney, wo wir die restliche Zeit bis zu unserem Abflug am 15.07. verbringen werden.

So schnell vergeht die Zeit! In nicht mal mehr 3 Wochen sind wir schon wieder zu Hause.

Also dann! Bis bald!

Es kommt aber mit Sicherheit noch ein weiterer Blogeintrag bevor unsere Reise zu Ende geht.

Seid lieb gegrüßt :)

Timo & Tina

Wie schnell die Zeit vergeht…

12.Juni

Erst im letzten August waren wir in Cairns, als unsere Reise durch Australien begonnen hat. Nun sind wir schonwieder hier und müssen uns damit abfinden, dass unsere Reise bald ihr Ende findet. Das ist einerseits natürlich traurig, aber wir freuen uns auch schon wieder sehr wieder zu Hause zu sein und unsere Familie und Freunde wiederzusehen!

Seitdem wir in Darwin unseren letzten Blogeintrag veröffentlicht haben ist natürlich wieder viel passiert, sind immerhin mehr als 3000km Strecke gewesen die wir seit dem zurückgelegt haben! An Tinas Geburtstag sind wir nachmittags aus Darwin losgefahren Richtung Kakadu Nationalpark, wo wir die nächsten paar Tage verbringen wollten. Von Darwin aus sind es etwa 280km bis Jabiru, einem Ort der im Nationalpark liegt. Kurz dahinter liegt der Campingplatz auf dem wir die Nacht verbringen wollten. Es war schon dunkel als wir ankamen, aber wir wollten nicht gleich ins Bett, sondern erst noch ein schönes Abendessen anlässlich Tinas Geburtstags kochen. Es sollte Kängurubraten mit Klößen und Rotkraut geben. Doch leider wurde daraus nichts :( Nachdem wir aus dem Auto ausgestiegen waren, wurden wir von hunderten aggressiver Mücken überfallen, die trotz starkem Mückenspray durch die Kleider durchgestochen haben und uns so richtig den Abend versaut haben! Aus dem schönen Essen wurde also nichts und wir sind ohne Essen ins Bett :( Kein schöner Ausklang eines Geburtstags. Doch auch im Auto war es kaum besser. Geschätzte zwei Dutzend Mücken sind mit uns in Auto gekommen und haben uns die Nacht zur Hölle gemacht. Aber die Mücken waren nichtmal das Schlimmste. Viel schlimmer war die unerträglich schwüle Hitze die im Auto und auch draußen herrschte. Es waren wahrscheinlich 35°C im Auto und wir haben geschwitzt wie die Schw….! Eine schreckliche Nacht, die schlimmste die wir bisher im Auto erlebt haben. Aber wir haben es zum Glück überlebt. Und am nächsten Morgen war es erstmal nicht ganz so heiß.

Das war dann der 27. und ich hatte für Tina noch eine Geburtsgagsüberraschung geplant, von der sie nicht wirklich etwas wusste. Sie wusste zwar, dass sie etwas bekommt, aber nicht, was. Ich musste mich also noch ein paar Stunden ihren löchernden Fragen stellen und aufpassen, nicht zu viel zu verraten.

Vormittags sind wir zu einer ehemaligen Kultur- und Versammlungsstätte der Aboriginies gefahren. Ein Wanderweg hat uns dort an vielen Wandmalereien vorbei geführt, die bis zu 2000 Jahre alt sind. Die meisten dieser Malereien sind noch unglaublich gut zu erkennen, wenn man bedenkt, das sie schon so alt sind! Mir hat es echt gefallen, Tina war jedoch mit ihren Gedanken dabei, auszugrübeln was ich ihr wohl schenken würde, und konnte sich kaum konzentrieren ;) Nachdem wir die kurze Wanderung zu Ende gelaufen waren, war es schon fast halb 12 und wir mussten langsam los, denn halb 1 sollte meine Überraschung sein. Wir hatten also einen festen Termin und standen schon fast unter Zeitdruck. Während der Fahrt hat Tina immer wieder durch eine Info-Zeitung geblättert und auf die Touren gezeigt, die ich ihr schenken könnte. Ich musste versuchen eisern zu bleiben und nicht zu verraten was ich ihr schenke ;) Als wir dann an Jabiru vorbeigefahren sind, war es ihr förmlich klar, denn am Straßenschild stand nur „Jabiru Airport“ und noch eine Uranmine. Das ich sie nicht durch letzteres führen würde, war irgendwie klar ;) Also ging es zu dem kleinen Flughafen wo unser Rundflug über den Nationalpark startete. Nachdem wir eingecheckt haben, mussten wir noch 15 Minuten warten bevor der Pilot uns unsere Tickets abgenommen hat. Danach gab es eine kurze Einweisung über die Flugroute und ein paar Hinweise zum Flugzeug. Dann hieß es Sitzplätze einnehmen und anschnallen. Wir waren 12 Fluggäste und wir hatten jeder einen Fensterplatz – was für ein Luxus ;) Tina und ich saßen direkt hinter den beiden Piloten. Nachdem der Motor angelassen und warmgelaufen war, ging es auf zur Startbahn und dann sind wir abgehoben in unseren einstündigen Rundflug.

Bei dem Rundflug haben wir einen sehr guten Eindruck davon bekommen, wie groß und schön dieser Nationalpark ist. Wir sind am sogenannten Escarpment (beudetet Steilwand) vorbei geflogen. Diese Steilwand ist über 200km lang und bis zu 300m hoch. Außerdem bildet sie die Grenze zum Arnhem Land, einem riesigen Gebiet das von den Ureinwohnern Australiens verwaltet wird. Das Highlight des Rundfluges waren die beiden Wasserfälle „Jim Jim Falls“ und „Twin Falls“. Die Jim Jim Falls sind stattliche 200m hoch und beide fallen nur während der Regenzeit. Die Ironie daran ist jedoch, das man sie während der Regenzeit nicht mit dem Auto erreichen kann, weil man durch den „Jim Jim Creek“ fahren muss, und der einfach zu tief ist wenn es die ganze Zeit regnet. Es wird also behauptet, das man sie entweder trocken sieht, oder gar nicht. Es sei denn man fliegt drüber, so wie wir ;) Die beiden Wasserfälle liegen recht nah beieinander und wir sind über beide ein paar Runden geflogen, damit jeder mal einen guten Blick darauf genießen konnte. Danach ging es wieder zurück Richtung Flughafen, noch vorbei an ein paar kleineren Wasserfällen und anderen Sehenswürdigkeiten. Nachdem wir sicher gelandet waren und wieder festen Boden unter den Füßen hatten gab es erstmal was zu Essen. Timo war es zum Ende des Fluges hin immer schlechter gegangen, aber zum Glück blieb es nur beim schlecht fühlen ;) Nachdem wir was gegessen hatten ging es auch schon viel besser und wir konnten uns dem Rest des Tages widmen. Unser letztes Tagesziel war eine andere Stätte der Aboriginies, an der wir viele weitere Malereien betrachten konnten. Es wurde dann langsam Zeit zum Campingplatz zu fahren, denn an diesem Abend sollte es noch vor dem dunkel werden Essen geben, damit wir nicht wieder von den tausenden Mücken aufgefressen werden. Pünktlich zum Sonnenuntergang kamen dann auch hunderte dieser Plagegeister und wir haben uns schnell ins Zelt geflüchtet.

Am nächsten Tag haben wir den Nationalpark dann schon wieder verlassen. Die größten Highlights hatten wir gesehen und zu den Jim Jim bzw. Twin Falls konnten wir nicht, da die Straße noch gesperrt war. Also sind wir wieder nach Katherine gefahren, haben dort ein bisschen eingekauft. Die Nacht haben wir dann auf einem Rastplatz am Highway verbracht. Hier war es zum Glück nicht mehr ganz so schwül und nachts hat es auch noch schön kräftig geregnet.

Am nächsten Tag stand dann ein ganzes Stück Fahrt vor uns, denn wir wollten bis zu den Devils Marbles kommen. Das sind hunderte von runden Granitfelsen, die entweder einzeln herumliegen oder zu hohen Türmen aufgestapelt sind. Auf dem Weg dorthin waren wir noch in Daly Waters, dem Ort mit australiens einsamster Ampel. Kurz nach Sonnenuntergang waren wir dann an den Devils Marbles und haben dort über Nacht auf einem Campingplatz geschlafen. Zwei dieser Devils Marbles sind besonders berühmt, weil sich da immer die Leute dazwischen stellen und Fotos von sich machen lassen. Das sieht zwar auf den Bildern immer gut aus, aber da hoch zu kommen ist verdammt schwer! Die beiden Kugeln sind mehr als 1,5m auseinander und viele Möglichkeiten zum festhalten gibt es nicht. Timo hat sich dann am nächsten Morgen hoch gekämpft und musste eine weile aushalten, bis Tina alle ihre gewünschten Fotos gemacht hatte. Wir sind schon vor Sonnenaufgang aufgestanden, weil wir gehofft haben, die Sonne würde vielleicht genau zwischen den beiden Murmeln aufgehen. Das hat sie zwar nicht gemacht, aber wenigsten waren wir die einzigen die dort waren und hatten somit unsere Ruhe. Wir sind dann noch einen kleinen Rundweg entlanggelaufen, auf dem die Entstehung und die immer noch anhaltende Veränderung der Devils Marbles erklärt wurde. Danach ging es wieder auf die Piste und wir sind bis nach Mt. Isa in Queensland gefahren. Das war die mit über 750km die wahrscheinlich längste Strecke die wir an einem Tag zurückgelegt haben. Aber langweilig wars ;) Mt. Isa ist die flächenmäßig drittgrößte Stadt der Welt und die Wirtschaft wird bestimmt von Kupfer, Zink und Blei-Industrie. Ein 265m hoher Schornstein der Bleischmelze überragt alles andere in Stadt und Umland und ist schon weit hin sichtbar.

In den nächsten zwei Tagen sind wir nach Gilberton gefahren. Der Rinderfarm, auf der wir schon zu Beginn unserer Reise waren. Dort wurden wir wieder herzlich begrüßt und gleich am ersten Tag ging es ans eingemachte, denn ein riesiger Ochse wurde geschlachtet und musste zerlegt und verarbeitet werden. Über Nacht wurde das Fleisch an der Luft abgehangen und am nächsten Tag hatten wir einige Stunden zutun um alles klein zu schneiden und zu Hackfleisch zu verarbeiten.

Tradition am Morgen nach dem Schlachttag ist, das es zum Frühstück Steaks, Leber und … Gehirn mit Reis gibt! Die Steaks waren gut aber das Gehirn war… naja, nicht sonderlich lecker! Aber man muss ja alles mal gekostet haben :-D

Am nächsten morgen haben wir uns dann fertig gemacht um mit Rob einen Zaun bauen zu gehen. In ein paar Tagen steht ein großer Viehtrieb an und dazu musste eine Art Korridor für die 1500 Rinder gebaut werden. Bevor es los ging musste noch einiges an Material zusammengesucht werden und, vor allem, die Kiste mit dem Mittagessen. Dann ging es etwa 10km durch den Busch bevor wir am Ziel waren. Danach hat uns Rob ein bisschen was erklärt und dann ging es los. Das Prinzip ist recht einfach. Drei Leinen Stacheldraht an einen Baum binden, mit dem Auto den Draht abrollen bis man am nächsten Baum oder Pfeiler ist, von dort aus den Draht spannen wie eine Gitarrensaite und festbinden. Danach wieder zurück zum Anfang und in regelmäßigen Abständen Pfosten in den Boden rammen an dem schließlich noch der Stacheldraht angebunden wird. Das macht man dann so lange immer wieder so, bis das Tagesziel erreicht ist, oder der Stacheldraht aus geht. Wir waren an diesem Tag zu viert. Rob, T&T und noch Wei Fang, eine Backpackerin aus Taiwan. Dadurch ging es recht schnell voran. Zwischendurch kam dann noch Ashley vorbei und hat ein bisschen geholfen. Timo ist dann kurz nach 3 mit ihm zurück zum Haus gefahren, weil sie abends noch zum Känguru-Schiessen gehen wollten. Tina ist mit den anderen beiden noch da geblieben und hat noch ein bisschen weitergemacht.

Die Einzelheiten zum Känguru-Schiessen erzählen wir hier lieber nicht genauer ;) Wir waren allerdings auch nicht so erfolgreich wie gehofft und sind schon halb 1 nachts wieder zu Hause gewesen. Das war insofern aber nicht so schlimm, weil wir ja am nächsten Tag weiter am Zaun bauen wollten.

Die Zeit auf der Farm verging leider wieder viel zu schnell und nach nur 4 Nächten sind wir wieder aufgebrochen in Richtung Cairns, um dort unser Auto zu verkaufen.

Hier sitzen wir nun schon seit fast einer Woche und warten darauf, das sich jemand meldet, der unseren Willi haben will. Bis jetzt hatten wir einen Interessenten, aber der hat sich dann nach einem billigerem Auto umgesehen. Selbst schuld :-P

Wir hoffen aber das wir nicht mehr allzu lange hier warten müssen und sich bald jemand findet.

Wenn es zeitlich klappt wollen wir noch nach Fiji fliegen und sozusagen Urlaub vom Urlaub machen ;) Aber dazu brauchen wir erstmal Geld, das wir hoffentlich durch Willi bekommen.

Das hier war sicher nicht der letzte Blogeintrag! Es kommt bestimmt noch der ein oder andere, keine Sorge.

Jetzt schaut euch erstmal in Ruhe die Bilder an. Diesmal das erste Mal mit Luftaufnahmen ;)

Also dann, bis bald!

Timo & Tina

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Neue Videos

25.Mai

Bei T&T-TV sind nun auch noch zwei neue Videos online. Viel Spaß :)

Vergesst aber nicht den neuen Artikel zu lesen!

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Angekommen im Top End

25.Mai

Hallo ihr Lieben zu Hause.

Heute gibt es mal wieder einen Blogeintrag :) Am vergangenen Sonntag sind wir in Darwin, dem Top End Australiens angekommen und haben auf dem Weg seit Broome wieder einiges schönes und spannendes erlebt.

Von Broome aus wollten wir ja eigentlich über Derby auf die „Gibb River Road“ fahren, einer mehr als 600km langen ungeteerten Straße druch das wunderschöne Gebiet der Kimberleys. Doch wir haben uns am Tag der Abfahrt noch anders entschieden, weil die Straße durch viel Regen ziemlich schlammig und rutschig gewesen sein soll. Außerdem war noch mehr Regen vorhergesagt und wir wollten nicht riskieren irgendwo zu stranden, weil eine Flussdurchfahrt zu tief ist oder sowas in der Art. Also sind wir auf dem normalen Highway weitergefahren. Die Strecke war zwar viel langweiliger aber dafür ging es schneller. Mal abgesehen davon waren einige Sachen an der „Gibb“ gesperrt und wir hätten sie uns nicht angucken können, also hätte es wenig Sinn gemacht die Strecke zu fahren. Also sind wir in zwei Tagen über den Highway von Broome nach Kununurra gefahren, dem anderen Ende der „Gibb“. Von dort aus sind wir dann doch noch ein Stück auf die „Gibb“ gefahren, zuerst zum „Emma Gorge“ und danach zum „El Questro Gorge“. Zwei wunderschönen schluchten die jeweils an einem Wasserfall beginnen.

Die Warnungen über die Straßenbeschaffenheit waren nicht falsch, denn schon nach den ersten Kilometern auf der „Gibb“ sah Willi aus wie Sau, vollgespritzt mit Schlamm und Dreck, denn die Straße war wirklich mistig und rutschig. Doch Emma Gorge war bald erreicht und wir konnten unsere kleine Wanderung beginnen. Leider fing es gerade wieder an leicht zu regnen, sodass wir noch unsere Regenjacken auspacken mussten. Dann ging die etwa 3km lange Wanderung los. Zuerst ging es über einen Trampelpfad durch recht dichten Regenwald, bald wurde der Weg aber schwieriger und man musste über über einige Felsen klettern um weiterzukommen. Einige Male mussten wir dabei Emma Creek, also den Fluss der durch die Schlucht fließt, kreuzen – möglichst ohne nasse Füße zu bekommen ;) Das Wasser in dem Creek war so klar und sauber, das man es ohne Probleme trinken konnte. Gut für uns, denn wir hatten vergessen uns was zu Trinken einzupacken. Nach einer guten Stunde hatten wir das Ende der Schlucht erreicht, dem Ort wo der Wasserfall in ein permanentes Wasserloch fällt wo man wunderbar baden kann. Das haben wir dann auch gleich gemacht, zwar hatten wir keine Badesachen dabei, aber man hat ja meistens Unterwäsche an :p Trotz dem das Wetter eigentlich kein Badewetter war (es regnete immernoch) war das Bad wunderbar erfrischend. Nachdem wir dann einigermaßen an der Luft getrocknet waren ging es auf den Weg zurück zum Parkplatz, denn wir wollten ja noch zum El Questro Gorge fahren und hatten für den Weg dorthin (nach Aussagen anderer) schon Schlimmstes befürchtet.

Bis zur Abzweigung zum Gorge war auch alles noch ganz angenehm, zwar war die Straße oft wie Wellblech, aber wir waren es ja inzwischen einigermaßen gewohnt durchgeschüttelt zu werden. Aber ab der Abzweigung zum Gorge, wo dann auch das Schild „4WD Track“ stand, wurden unsere Befürchtungen wahr, denn eine riesige, ziemlich schlammig aussehende Pfütze lag vor uns. Zum Glück hatten einige andere vor uns schon eine Umfahrung um das Loch festgefahren – wir mussten auch nicht durch. Danach war die Strecke auch recht in Ordnung. Bis auf ein paar kleine Pfützen war nichts besonderes – bis zu diesem einen Moment. Hinter einer Kurve tauchte ein etwa 50m langes Wasserloch auf, das leider ziemlich trüb und dadurch nicht einzuschätzen war. Tina hat gleich gesagt „da fährst du nur über meine Leiche durch!“ und wäre am liebsten direkt umgedreht, denn diesmal gab es keine Umfahrung – wir MUSSTEN durch. Glücklicherweise kam direkt hinter uns ein anderes Auto das quasi nicht viel anders war als unseres. Wir haben sie vorbeigelassen und sie sind ohne zu zögern einfach durchgefahren und haben es auch problemlos auf die andere Seite geschafft. Also war für mich die Entscheidung gefallen – wenn die das können, können wir das auch. Also wurde Willi startklargemacht und es ging los. Zunächst war es nicht wirklich tief, so die ersten 5m Danach ging es aber ein Stück runter und somit stand das Wasser immer höher :-o Einige Meter weiter ging es wieder etwas hoch und kurz vorm Ende nochmal etwas runter, bevor dann die recht steile Ausfahrt kam. Ein Glück – wir hatten es geschafft. Aber es war wirklich knapp. Obwohl das Wasser nur ca. 50cm tief war, hat es sich vor uns ziemlich hoch aufgebaut, denn aus Angst stecken zu bleiben bin ich etwas schneller gefahren. Die erste Hürde hatten wir also problemlos gemeistert, jedoch wurde es kaum besser, denn hinter der nächsten Kurve kam auch schon das nächste Loch. Also neues Spiel – neues Glück. Diesmal ging es aber noch einfacher, denn das war wirklich nur eine tiefe Pfütze, vielleicht 25cm tief, das ging natürlich ohne Kummer ;)

Der Rest der Strecke war dann nur recht zerfahren und steinig aber ohne große Hindernisse. Die Mühe hatte sich jedoch gelohnt denn die Wanderung im Gorge war wieder wunderschön. Wir sind diesmal jedoch nicht die ganze Strecke gegangen, denn für die sollte man mindestens 5h einplanen, so viel Zeit hatten wir aber leider nicht mehr. Also sind wir auf halbem Weg umgekehrt und zurück zum Auto. Die Rückfahrt durch das Große Wasserloch hatten wir uns eigentlich noch schwieriger vorgestellt, denn die Einfahrt war ziemlich steil und wir haben befürchtet zu tief einzutauchen. Die größte Sorge bei solchen Wasserdurchfahrten ist, das man, wenn man Pech hat, Wasser durch den Luftfilter in den Motor bekommt. Und das wäre quasi der Exitus ;) Also waren wir beide ziemlich gespannt und aufgeregt, aber wir haben es langsamer angehen lassen und dadurch war alles kein Problem. Too easy! ;)

Auf dem Weg zurück zur geteerten Straße war dann normal, wie immer. Zwar etwas dreckig aber damit hatten wir ja gerechnet. Zurück in Kununurra haben wir dann etwas eingekauft und sind dann losgefahren Richtung Lake Argyle, einem Stausee der bis zu 18 Mal mehr Wasser als das Hafenbecken in Sydney halten kann, vorausgesetzt er ist voll gestaut, aber das war er das letzte mal in den 70ern. Es war leider schon längst dunkel als wir ankamen sodass wir nicht nochmal einen Blick auf den See genießen konnten. Das haben wir dann am nächsten Morgen gemacht, bevor wir weitergefahren sind. Es gibt eine kleine Straße die an zwei Aussichtspunkten vorbeiführt und auf der man schließlich auf die Staumauer fahren kann. Nachdem wir das getan hatten sind wir weiter nach Katherine gefahren. Das hieß für uns, das wir das schöne Western Australia verlassen mussten und wieder im Northern Territory waren. Das soll aber nicht heißen das es dort weniger schön ist ;) Nach ein paar Stunden fahrt haben wir in Katherine auf dem Campingplatz eingecheckt und haben noch einen kleinen Spaziergang zu den Heißen Quellen im Ort gemacht. Diese sind zwar nicht tatsächlich heiß, aber im Gegensatz zu normalem Quellwasser ziemlich warm, sodass man schön drin baden kann. Eine Abkühlung sind sie aber keinesfalls ;)

Den nächsten Vormittag haben wir dann damit verbracht zum Katherine Gorge zu fahren und eine kleine Wanderung zu machen. Der Gorge selbst fanden wir nicht sonderlich beeindruckend, er ist zwar ziemlich breit und tief, aber im Vergleich zu anderen Schluchten hat er uns nicht umgehauen ;) Also sind wir dann gleich weitergefahren zum eigentlichen Tagesziel, dem Litchfield Nationalpark. Dieser liegt etwa 100km südlich von Darwin und hat einige schöne Wasserfälle und wunderbare Bademöglichkeiten zu bieten. Dazu kommt noch ein Gebiet in dem viele verwitterte und zerfallene Sandsteinsäulen und -wände stehen. Diese werden „Lost City“ (die verlorene Stadt) genannt, denn die Formationen können durchaus an die Ruinen einer Stadt erinnern. Da wir erst am späten Nachmittag da waren haben wir uns nur noch einen Campingplatz gesucht und unser Lager hergerichtet. Nach einer ziemlich warmen und schwülen Nacht sind wir zu den Florence Falls gefahren, unserem ersten Badestop für diesen Tag. Um zum Fuß des Wasserfalls zu kommen musste man 135 Stufen hinabsteigen (und leider auf dem Rückweg auch wieder hinauf), wurde aber mit einem schönen erfrischenden Bad belohnt. Dieser Ort schien aber bei Touranbietern ziemlich beliebt, sodass es echt voll war. Wir sind dann, nachdem wir uns genug erfrischt hatten, zurück zum Auto und nur ein paar Kilometern zu den „Buley Rockholes“ gefahren. Dort fließt der Fluss über einige terrassenförmig angeordnete Wasserlöcher stromabwärts. Diese Löcher sind bis zu 5m tief und laden auf jeden Fall zum Baden ein! Wir hatten sowieso schonwieder eine Abkühlung nötig denn es war (und ist immer noch) verdammt heiß und schwül hier im Norden.

Wir sind dann bald weitergefahren, als erstes zur „Lost City“, die ich oben schonmal beschrieben habe. Danach ging es zum „Tolmer Fall“, einem ziemlich hohen Wasserfall, wo man allerdings nicht baden kann. Von einem Aussichtspunk kann man aber zusehen wie er in die Tiefe stürzt.

Die „Wangi Falls“ waren dann der letzte Halt für diesen Tag. Dort haben wir auch unser Nachtlager aufgeschlagen und haben versucht trotz der Hitze nicht wahnsinnig zu werden ;) Baden ist zur Zeit bei den Wangi Falls auch verboten weil hin und wieder Krokodile auftreten können, vor allem wenn viel Wasser im Creek ist.

Am nächsten Tag hieß es dann auf nach Darwin. Das letzte Highlight für uns im Park waren für uns die Hügel der „magnetic Termites“ (magnetische Termiten). Diese richten ihre Termitenhügel exakt nach dem Gang der Sonne aus. Die Hügel sehen aus wie Grabsteine. Die breiten Seiten sind der Morgen- bzw. Abendsonne zugewandt und die schmalen Seiten der heißen Mittagssonne. Dadurch erreichen die Termiten eine gleich bleibende Temperatur in ihrer Burg und überhitzen nicht. Schlaue Tiere!

Danach ging es für uns weiter nach Darwin, wo wir jetzt auch noch sind. Hier warten wir noch Tinas Geburtstag ab und fahren dann weiter zum Kakadu Nationalpark. Das wird wohl einer der letzten großen Ereignisse hier in Australien sein. Danach fahren wir quasi schon zurück nach Cairns. Allerdings mit Zwischenstopp auf „unserer“ Rinderfarm wo wir am Anfang unserer Reise schon waren.

Also dann, wir melden uns sicher bald wieder! Jetzt erstmal viel Spaß mit den Bildern :)

Bis bald,

Liebe Grüße von Timo & Tina

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