Wir zwei in Australien!

Das Abenteuer unseres Lebens

Lang lang ist’s her…

16.Januar

das wir uns gemeldet haben. Das tut uns wirklich Leid, aber irgendwie haben wir es in letzter Zeit immer verschlafen einen Blogeintrag zu schreiben, oder wir hatten einfach keine ordentliche Steckdose wo wir uns für ein paar Stunden hinsetzen konnten.

Jetzt kommt aber wieder ein neuer Eintrag :)

Also, nach Silvester haben wir noch bis zum 06.01. in Sydney „gewohnt“, haben uns noch mit einem Bekannten aus Townsville getroffen und waren zusammen im Kino. Ansonsten haben wir die Zeit damit verbracht uns die Stadt noch ein bisschen anzuschauen oder wir haben uns einfach mal „daheim“ hingesetzt und nichts gemacht. Einen Tag bevor wir dann abgereist sind, haben wir uns noch neue Halterungen für unseren Dachgepäckträger gekauft, denn die alten waren zu schwach und zu niedrig, sodass es schon an manchen Stellen den Lack vom Dach geschliffen hat. War garnicht so leicht ein passendes Modell zu finden. Im Laden wollten sie dafür schlappe $280 haben, aber bei eBay gabs das billiger und somit haben wir da zugeschlagen. Aber trotzdem waren wir noch $200 ärmer ;)

Also sind wir dann am 06.01. losgezogen, nachdem wieder alles im und auf dem Auto verstaut war, und wir im Haus Ordnung gemacht hatten. Gegen Mittag sind wir dann los in Richtung Blue Mountains, einem Gebirge (und Nationalpark) ca. 100km westlich von Sydney. Als wir ankamen, war es schon etwas später am Nachmittag, weil wir uns in Sydney noch verfahren haben und dadurch länger gebraucht haben als gedacht. Um noch irgendeine Wanderung zu machen war es zu spät, aber wir sind noch zum „Echo Point“ Aussichtspunkt gefahren und haben uns von dort aus die „Three Sisters“ angeguckt. Diese drei riesigen Sandsteinsäulen sind das Wahrzeichen des Parks. Danach sind wir noch zu einem anderen Aussichtspunkt gefahren von dem aus man die „Wentworth Falls“ sehen kann, wir haben dort noch eine kleine 400m-Wanderung gemacht und sind dann zu einem Parkplatz gefahren wo wir über Nacht stehen geblieben sind.

Am nächsten Morgen haben wir dann zufällig Katha & Max getroffen, die beiden, mit denen wir nach Fraser Island sind. Sie hatten noch Tom aus England dabei, den sie eigentlich bis nach Melbourne mitnehmen wollten. Zusammen sind wir dann einen ca. 5km langen und mit vielen steilen Stufen gebauten Track gelaufen. Das Wetter war an diesem Tag ziemlich verrückt. Es war neblig wie Sau, man konnte kaum 30m weit sehen. Zudem war es auch noch recht kalt, ca. 15°C, und natürlich feucht. Trotzdem lief uns irgendwann der Schweiß, denn der Weg hat uns ganz schön eingeheizt. Aber trotzdem war es eine schöne Wanderung vorbei an Wasserfällen, oder drunter durch, und das beste, entlang einer ca. 150m tiefen Klippe. Nichts für Leute mit Höhenangst, aber immerhin war ein Geländer da ;)

Nach der Wanderung waren wir alle ziemlich geschafft, aber auch Katha & Max wollten die Three Sisters noch sehen. Also sind wir gemeinsam nochmal dort hin gefahren und noch ein paar hundert Meter zu einer der Schwestern gelaufen. Ein Stück des Weges zu den Schwestern ging über den sogenannen „Giant Stairway“ (gigantischer Treppensteig, oder so), der eher an eine Leiter als an eine Treppe erinnert hat.

Als wir dann zurück am Auto waren, hatten wir wirklich keine Lust mehr zum laufen. Wir sind dann nur noch schnell etwas einkaufen gefahren und dann zum nächstgelegenen Rastplatz um dort die Nacht zu verbringen.

Nach dem Aufstehen, Frühstücken, usw. sind wir zum Evans Lookout gefahren, dort startet eine Wanderung durch den „Grand Canyon“. Die Beschreibung im Nationalpark-Führer klang eigentlich nicht so viel versprechend, aber was wir dann alles gesehen haben war echt toll. Ein Schild am Anfang des Weges hat uns schon darauf hingewiesen, das der Weg bald für eine Weile geschlossen wird, denn er ist in so schlechtem Zustand, das dringend Erneuerungsarbeiten nötig sind. Das haben wir dann auch gleich auf den ersten paar hundert Metern gemerkt, und auch der Großteil vom Rest des Weges war nicht wirklich besser – es ging über Stock und Stein, ein Weg war oft kaum zu erkennen. Aber es hat sehr viel Spaß gemacht! Am Anfang ging es wieder unzählige Stufen hinab in die Schlucht, und am Ende natürlich auch wieder hoch ;) Alles zu beschreiben wäre hier wahrscheinlich viel zu viel. Ihr werdet aber vielleicht an den Bildern einen Eindruck davon bekommen wie es dort aussah. Der Weg war ca. 5km lang und man sollte 3 – 4h Zeit einplanen. Wir haben es in knapp 3h geschafft, aber waren auch dementsprechend erschöpft. Nachdem wir uns dann eine Weile ausgeruht haben sind wir weitergefahren, denn wir wollten den Nationalpark an dem Tag noch verlassen.

Über eine schöne Straße mit einigen schönen Blicken übers Land haben wir dann das Gebiet verlassen. Da wir teilweise auf über 1000m Höhe waren, musste es natürlich auch irgendwo wieder runter gehen. Das passierte dann meistens auf ziemlich langen abschüssigen Straßen und das war zu viel für unsere Bremsen. Einmal (zum Glück nur einmal) mussten wir sofort anhalten weil unsere Bremsen plötzlich angefangen haben zu qualmen und kaum noch zu bremsen. Da mussten wir eine halbe Stunde Zwangspause einlegen bis sie sich wieder einigermaßen abgekühlt hatten. Danach ging es nur noch im 2. Gang den Berg runter, schön langsam und gemütlich. Das war schon grenzwertig, denn was wäre wohl passiert wenn wir Willi nicht mehr zum stehen bekommen hätten? Aber zum Glück ging alles gut.

Wir haben uns dann auf einen Rastplatz ca. 200km vor Canberra, der australischen Hauptstadt, niedergelassen. Am nächsten Morgen ging es dann weiter.

Canberra an sich ist eine schöne Stadt, aber im Vergleich zu Sydney recht klein. Etwa 300’000 Leute leben dort. Wir waren an einem Samstag da und die Straßen schienen fast ein bisschen ausgestorben, zumindest wenn man es mit Sydney vergleicht.

Im neuen Parlament haben wir eine Führung mitgemacht und haben uns alles wichtige zeigen und erzählen lassen, wir wissen jetzt warum der Senat rot und das Repräsentantenhaus grün ist, wieso überhaupt Canberra Hauptstadt ist und nicht Sydney oder Melbourne, und das im Parlamentsgebäude 4500 Räume und 2700 Uhren sind ;)

Abends haben wir dann die Stadt wieder verlassen und sind Richtung Victorianische Grenze gefahren. Entlang der Küste sind wir dann immer weiter nach Süden gefahren bis wir in Victoria waren. Übrigens sind wir die ganze Zeit mit Katha & Max zusammen unterwegs gewesen, so lange, bis wir im schönen Städtchen Orbost angekommen sind. Ein ziemlich kleines Dorf mit vielleicht 3000 Einwohnern. Hier mussten wir uns dann von den beiden trennen, denn ihr Auto (Freddy) musste in die Werkstatt. Schon seit einigen Kilometern wollte die Motortemperatur nicht mehr sinken und sie wollten das mal kontrollieren lassen. Das Ende vom Lied war dann eine $600 teure Reparatur der Kühlwasserpumpe. Aber besser als der Motor kaputt. Wir waren inzwischen schon weiter und haben uns seit dem die Gegend angeschaut, waren in einem Nationalpark, nochmal am Meer oder in den mehr oder weniger großen Städten unterwegs.

Zu meinem Geburtstag gab es dann leckeren Buttercreme-Erdbeer-Kuchen zum Kaffee und zum Abendbrot selbst gemachte Hamburger :) Jedes mal wieder ein Genuss. Den Tag hatten wir in einem Nationalpark verbracht und auf dem Weg dort hin sind wir durch ein Gebiet gefahren wo weit und breit nur kahle Bäume standen. Zuerst konnte man nicht sehen warum, aber als sie dann näher kamen sah man, das es hier einfach gebrannt hat und die Baumstämme wie schwarze Zahnstocher kahl und trostlos dastanden. Dort muss ein riesiger Brand gewütet haben, wir wissen nur nicht wann das war, aber es sah so aus als wäre es schon ein bisschen her gewesen, denn es war schon wieder „Gras über die Sache gewachsen“.

Auf diesem Weg möchte ich mich dann noch bei allen bedanken, die mir zum Geburtstag gratuliert haben :) Hab mich sehr über eure Glückwünsche gefreut, auch wenn wir hier so weit weg in der Ferne sitzen. Alle Grüße sind angekommen, alle SMS, eMails oder anderweitige Nachrichten.

In den nächsten Tagen werden wir dann nach Melbourne fahren und hoffentlich endlich mal irgendwo Arbeit finden.

Also dann, bis zum nächsten Eintrag :)

Timo & Tina

von: Timo | in: Allgemein |
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3 Kommentare zu

“Lang lang ist’s her…”

  1. On Januar 16th, 2010 at 19:02 Jörg Sagt:

    Wieder super Fotos, man kann Euch einfach nur beneiden!
    Auch schön, dass Ihr jetzt wisst, warum das halbe Parlament grün bzw. rot ist und warum Canberra die Hauptstadt ist. Hätt ich auch gern gewußt!
    Liebe Grüße und weiterhin viel Spass sagen Meike+Jörg+Nils

  2. On Januar 19th, 2010 at 15:18 Eure Oldies vom Roten Berg Sagt:

    Hallo Ihr Lieben
    Die drei Schwestern in den Blue Mountains sehen aus wie im Elbsandsteingebirge,aber das Umfeld ist schon beeindruckender als in Sachsen.Timo scheint ja mit seinem Kopf unter einen Rasenmäher geraten zu sein.Der Penantsittich sieht aus wie unser Rudi – kannst Du Dich daran überhaupt noch erinnern Timo?
    Ansonsten kann ich mich nur noch der Frage von Jörg anschließen ich hätte es auch gern gewußt.
    Liebe Grüße von uns beiden !

  3. On Januar 20th, 2010 at 05:59 Mutti Sagt:

    Hallo, Ihr Zwei,
    wenn auch verspätet, noch liebe Grüße auch von mir. Euer Blogeintrag ist wieder toll zu lesen. Auch die Bilder sind beeindruckend. Aber Timo, sag mal,wo sind denn Deine Haare hin? Was das ein Geburtstagswunsch? Es gab ja eine tolle Torte und auch schöne Geschenke, die ich leider nicht so richtig zuordnen kann. Aber sicher werden wir es noch erfahren. Ich wünsche Euch eine schöne Zeit und Durchhaltevermögen von Eurem Willi. Bis zum nächsten skypen sage ich erst einmal Tschüß. Liebe Grüße aus “Bielefeld” schicken Euch Björn, Gosia, Farah, Rex und Mutti.

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