Wir zwei in Australien!

Das Abenteuer unseres Lebens

Was Neues von uns und ein Nachtrag zum letzten Eintrag

24.Januar

Hallo und guten Tag aus dem annähernd 40°C warmen Australien. Heute gibt es nur einen kleinen Eintrag, aber wir wollen euch auch nur schnell auf den neuesten Stand der Geschehnisse bringen und offene Fragen aus dem letzten Blogeintrag klären ;)

Wir haben nun schon drei mal zu hören bekommen, das ihr doch auch gerne wissen wollt, warum das Repräsentantenhaus grün und der Senat rot ist ;) Wir wissen nicht genau warum wir euch die Antwort erspart haben, aber hier kommt sie: Die Farben sind in erster Linie angelehnt an das Parlament in London. Dort ist das „House of Commons“ auch grün gehalten. Im Parlament in Canberra ist sind die Farben jedoch weniger intensiv und sollen somit auch an die Blätter des Eukalyptusbaumes erinnern. Mit dem Senat ist es ganz ähnlich. Das „House of Lords“ in London ist auch rot, hier erinnert die Farbe allerdings auch an die Erde und die Farben des australischen Outback.

Canberra ist die Hauptstadt Australiens, weil es aussichtslos war, die Entscheidung zwischen Melbourne und Sydney zu treffen. Die Sydneysider sagten „unsere Stadt soll Hauptstadt werden“, wohingegen die Melbourner natürlich das gleiche behauptet haben. Also beschloss die Regierung ein neues Parlament zu bauen, in einer „neutralen“ Stadt. Das Übergangsparlament für die Zeit des Neubaus in Canberra war dann allerdings in Melbourne.

Canberra kommt übrigens aus der Sprache der Aborigines und bedeutet „meeting place“, also „Treffpunkt“ oder soviel wie „Ort der Zusammenkunft“.

Wir beide sind im Moment ca. 550km nördlich von Melbourne im kleinen Städchen Robinvale, an der Grenze zu New South Wales. Dort haben wir nach 2 Tagen intensiver Suche endlich Arbeit auf einer Orangenplantage gefunden. Jetzt verdienen wir also unser Geld als Orangenpflücker ;) Man muss ja auch mal was neues ausprobieren :-D

Es ist sehr anstrengend, vor allem wenn wir die 40°C überschreiten. Wahrscheinlich arbeiten wir dort für 1 – 2 Wochen und schauen uns dann entweder nach etwas neuem um oder reisen nach Melbourne.

Auf dem Feld stehen wir meistens von morgens um 7 bis zum frühen oder späteren Nachmittag, es sei denn es ist zu heiß und wir hören eher auf. Unsere Aufgabe besteht darin, alle Boxen die auf dem Hänger vom Traktor stehen voll zu machen. In jede Box passen ca. 450kg Orangen ;) Jeder hat dazu einen „Känguruhbeutel“ am Bauch hängen mit dem man dann im Baum rumkriecht und die Orangen pflückt. Einmal pro Woche kommt dann ein LKW und holt alle Boxen ab, aus den Orangen wird dann Saft hergestellt. Bis jetzt haben wir 13 Boxen gefüllt, das macht also 5850 kg Orangen!!! Toll oder? Wolltet ihr nicht auch schonmal ein paat Tonnen Orangen pflücken?! ;)

Also dann, drückt uns die Daumen das unsere Hände noch flinker werden und wir noch mehr pflücken können, damit das Geld in der Kasse klingelt.

Wir melden uns wenn es etwas neues gibt!

Bis bald,

Timo & Tina

von: Timo | in: News | 4 Kommentare » |
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Lang lang ist’s her…

16.Januar

das wir uns gemeldet haben. Das tut uns wirklich Leid, aber irgendwie haben wir es in letzter Zeit immer verschlafen einen Blogeintrag zu schreiben, oder wir hatten einfach keine ordentliche Steckdose wo wir uns für ein paar Stunden hinsetzen konnten.

Jetzt kommt aber wieder ein neuer Eintrag :)

Also, nach Silvester haben wir noch bis zum 06.01. in Sydney „gewohnt“, haben uns noch mit einem Bekannten aus Townsville getroffen und waren zusammen im Kino. Ansonsten haben wir die Zeit damit verbracht uns die Stadt noch ein bisschen anzuschauen oder wir haben uns einfach mal „daheim“ hingesetzt und nichts gemacht. Einen Tag bevor wir dann abgereist sind, haben wir uns noch neue Halterungen für unseren Dachgepäckträger gekauft, denn die alten waren zu schwach und zu niedrig, sodass es schon an manchen Stellen den Lack vom Dach geschliffen hat. War garnicht so leicht ein passendes Modell zu finden. Im Laden wollten sie dafür schlappe $280 haben, aber bei eBay gabs das billiger und somit haben wir da zugeschlagen. Aber trotzdem waren wir noch $200 ärmer ;)

Also sind wir dann am 06.01. losgezogen, nachdem wieder alles im und auf dem Auto verstaut war, und wir im Haus Ordnung gemacht hatten. Gegen Mittag sind wir dann los in Richtung Blue Mountains, einem Gebirge (und Nationalpark) ca. 100km westlich von Sydney. Als wir ankamen, war es schon etwas später am Nachmittag, weil wir uns in Sydney noch verfahren haben und dadurch länger gebraucht haben als gedacht. Um noch irgendeine Wanderung zu machen war es zu spät, aber wir sind noch zum „Echo Point“ Aussichtspunkt gefahren und haben uns von dort aus die „Three Sisters“ angeguckt. Diese drei riesigen Sandsteinsäulen sind das Wahrzeichen des Parks. Danach sind wir noch zu einem anderen Aussichtspunkt gefahren von dem aus man die „Wentworth Falls“ sehen kann, wir haben dort noch eine kleine 400m-Wanderung gemacht und sind dann zu einem Parkplatz gefahren wo wir über Nacht stehen geblieben sind.

Am nächsten Morgen haben wir dann zufällig Katha & Max getroffen, die beiden, mit denen wir nach Fraser Island sind. Sie hatten noch Tom aus England dabei, den sie eigentlich bis nach Melbourne mitnehmen wollten. Zusammen sind wir dann einen ca. 5km langen und mit vielen steilen Stufen gebauten Track gelaufen. Das Wetter war an diesem Tag ziemlich verrückt. Es war neblig wie Sau, man konnte kaum 30m weit sehen. Zudem war es auch noch recht kalt, ca. 15°C, und natürlich feucht. Trotzdem lief uns irgendwann der Schweiß, denn der Weg hat uns ganz schön eingeheizt. Aber trotzdem war es eine schöne Wanderung vorbei an Wasserfällen, oder drunter durch, und das beste, entlang einer ca. 150m tiefen Klippe. Nichts für Leute mit Höhenangst, aber immerhin war ein Geländer da ;)

Nach der Wanderung waren wir alle ziemlich geschafft, aber auch Katha & Max wollten die Three Sisters noch sehen. Also sind wir gemeinsam nochmal dort hin gefahren und noch ein paar hundert Meter zu einer der Schwestern gelaufen. Ein Stück des Weges zu den Schwestern ging über den sogenannen „Giant Stairway“ (gigantischer Treppensteig, oder so), der eher an eine Leiter als an eine Treppe erinnert hat.

Als wir dann zurück am Auto waren, hatten wir wirklich keine Lust mehr zum laufen. Wir sind dann nur noch schnell etwas einkaufen gefahren und dann zum nächstgelegenen Rastplatz um dort die Nacht zu verbringen.

Nach dem Aufstehen, Frühstücken, usw. sind wir zum Evans Lookout gefahren, dort startet eine Wanderung durch den „Grand Canyon“. Die Beschreibung im Nationalpark-Führer klang eigentlich nicht so viel versprechend, aber was wir dann alles gesehen haben war echt toll. Ein Schild am Anfang des Weges hat uns schon darauf hingewiesen, das der Weg bald für eine Weile geschlossen wird, denn er ist in so schlechtem Zustand, das dringend Erneuerungsarbeiten nötig sind. Das haben wir dann auch gleich auf den ersten paar hundert Metern gemerkt, und auch der Großteil vom Rest des Weges war nicht wirklich besser – es ging über Stock und Stein, ein Weg war oft kaum zu erkennen. Aber es hat sehr viel Spaß gemacht! Am Anfang ging es wieder unzählige Stufen hinab in die Schlucht, und am Ende natürlich auch wieder hoch ;) Alles zu beschreiben wäre hier wahrscheinlich viel zu viel. Ihr werdet aber vielleicht an den Bildern einen Eindruck davon bekommen wie es dort aussah. Der Weg war ca. 5km lang und man sollte 3 – 4h Zeit einplanen. Wir haben es in knapp 3h geschafft, aber waren auch dementsprechend erschöpft. Nachdem wir uns dann eine Weile ausgeruht haben sind wir weitergefahren, denn wir wollten den Nationalpark an dem Tag noch verlassen.

Über eine schöne Straße mit einigen schönen Blicken übers Land haben wir dann das Gebiet verlassen. Da wir teilweise auf über 1000m Höhe waren, musste es natürlich auch irgendwo wieder runter gehen. Das passierte dann meistens auf ziemlich langen abschüssigen Straßen und das war zu viel für unsere Bremsen. Einmal (zum Glück nur einmal) mussten wir sofort anhalten weil unsere Bremsen plötzlich angefangen haben zu qualmen und kaum noch zu bremsen. Da mussten wir eine halbe Stunde Zwangspause einlegen bis sie sich wieder einigermaßen abgekühlt hatten. Danach ging es nur noch im 2. Gang den Berg runter, schön langsam und gemütlich. Das war schon grenzwertig, denn was wäre wohl passiert wenn wir Willi nicht mehr zum stehen bekommen hätten? Aber zum Glück ging alles gut.

Wir haben uns dann auf einen Rastplatz ca. 200km vor Canberra, der australischen Hauptstadt, niedergelassen. Am nächsten Morgen ging es dann weiter.

Canberra an sich ist eine schöne Stadt, aber im Vergleich zu Sydney recht klein. Etwa 300′000 Leute leben dort. Wir waren an einem Samstag da und die Straßen schienen fast ein bisschen ausgestorben, zumindest wenn man es mit Sydney vergleicht.

Im neuen Parlament haben wir eine Führung mitgemacht und haben uns alles wichtige zeigen und erzählen lassen, wir wissen jetzt warum der Senat rot und das Repräsentantenhaus grün ist, wieso überhaupt Canberra Hauptstadt ist und nicht Sydney oder Melbourne, und das im Parlamentsgebäude 4500 Räume und 2700 Uhren sind ;)

Abends haben wir dann die Stadt wieder verlassen und sind Richtung Victorianische Grenze gefahren. Entlang der Küste sind wir dann immer weiter nach Süden gefahren bis wir in Victoria waren. Übrigens sind wir die ganze Zeit mit Katha & Max zusammen unterwegs gewesen, so lange, bis wir im schönen Städtchen Orbost angekommen sind. Ein ziemlich kleines Dorf mit vielleicht 3000 Einwohnern. Hier mussten wir uns dann von den beiden trennen, denn ihr Auto (Freddy) musste in die Werkstatt. Schon seit einigen Kilometern wollte die Motortemperatur nicht mehr sinken und sie wollten das mal kontrollieren lassen. Das Ende vom Lied war dann eine $600 teure Reparatur der Kühlwasserpumpe. Aber besser als der Motor kaputt. Wir waren inzwischen schon weiter und haben uns seit dem die Gegend angeschaut, waren in einem Nationalpark, nochmal am Meer oder in den mehr oder weniger großen Städten unterwegs.

Zu meinem Geburtstag gab es dann leckeren Buttercreme-Erdbeer-Kuchen zum Kaffee und zum Abendbrot selbst gemachte Hamburger :) Jedes mal wieder ein Genuss. Den Tag hatten wir in einem Nationalpark verbracht und auf dem Weg dort hin sind wir durch ein Gebiet gefahren wo weit und breit nur kahle Bäume standen. Zuerst konnte man nicht sehen warum, aber als sie dann näher kamen sah man, das es hier einfach gebrannt hat und die Baumstämme wie schwarze Zahnstocher kahl und trostlos dastanden. Dort muss ein riesiger Brand gewütet haben, wir wissen nur nicht wann das war, aber es sah so aus als wäre es schon ein bisschen her gewesen, denn es war schon wieder „Gras über die Sache gewachsen“.

Auf diesem Weg möchte ich mich dann noch bei allen bedanken, die mir zum Geburtstag gratuliert haben :) Hab mich sehr über eure Glückwünsche gefreut, auch wenn wir hier so weit weg in der Ferne sitzen. Alle Grüße sind angekommen, alle SMS, eMails oder anderweitige Nachrichten.

In den nächsten Tagen werden wir dann nach Melbourne fahren und hoffentlich endlich mal irgendwo Arbeit finden.

Also dann, bis zum nächsten Eintrag :)

Timo & Tina

von: Timo | in: Allgemein | 3 Kommentare » |
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Unser Sydney-Abenteuer #2

1.Januar

Nachdem unser leckeres Abendbrot vom Heiligabend verdaut war, sind wir am 25. morgens die Schlüssel zu dem Haus abholen gefahren, in das wir am 28. einziehen wollten. Wir haben das Angebot bekommen über die Silvesterfeiertage ein Haus in Nord-Sydney zu hüten. Inklusive Pool und Blick über ganz Sydney, das konnten wir nicht ausschlagen ;) Also sind wir mit der Fähre und dem Bus nach North Curl Curl gefahren, wo das Haus steht. Dort haben wir dann die Schlüssel und alles wichtige erklärt bekommen.

Danach haben wir uns wieder auf den Weg in die Stadt gemacht, um uns einen geeigneten Platz für Silvester zu suchen, von dem aus wir einen guten Blick auf Oper und Brücke haben. Wir haben dann also einen Spaziergang durch den Botanischen Garten gemacht, der auf einer Landzunge vor der Oper liegt. Durch zahlreiche Schilder wurden wir schon darauf hingewiesen wie am 31.12. alles abläuft, was erlaubt ist und was nicht, wann geöffnet wird und so weiter… 10 Uhr morgens sollten die Tore zu dem Bereich öffnen, wo wir hin wollten. Also konnten wir uns schonmal auf ein frühes Aufstehen einstellen, denn die Plätze sind begrenzt und wir wussten das viele Leute früh hingehen.

Danach sind wir dann zurück ins Hostel gegangen, denn am nächsten Tag wollten wir auch früh raus um uns ins Getümmel des „Boxing Day“ zu stürzen. Abends beim Kochen haben wir dann noch Hansi & Margit (H&M) aus Landshut kennen gelernt. Die beiden sind für 6 Monate in Australien und bereisen jetzt mit ihrem eigenen Auto das Land. Wir hoffen das wir sie irgendwann wiedertreffen um vielleicht ein Stück Strecke zusammen zurückzulegen :)

Am Boxing Day reduzieren die Geschäfte ihre Preise massiv, sodass abertausende von Menschen unterwegs sind um sich die Schnäppchen zu sichern. So viele Menschen, sodass man oft anstehen musste um überhaupt in die Geschäfte rein zukommen. Irrsinnig, aber schon interessant ;) Wir haben neben ein paar neuen Sachen auch echtes deutsches Brot gekauft! Im „Queen Victoria Building“ gibt’s eine deutsche Bäckerei die Brot und Brötchen verkauft, die original wie Daheim schmecken. Die Angestellten sind auch alle deutsch, also wie in der Heimat ;) Und das Brot war soooo lecker, eine richtige Wohltat nach monatelangem nur laberigen Toast. Zurück im Hostel ruhten wir dann erstmal unsere brennenden Füße aus und haben den restlichen Tag nichts weiter gemacht.

Am 27.12. sind wir dann spontan mit Steph ins Aquarium gegangen. Dort gab es, wie immer im Aquarium, Fische ;) Aber es war schon schön, denn es gab zwei Bassins, die untertunnelt waren und wir konnten Haie, Rochen und einen Dugong (auch Seekuh genannt) von unten betrachten. Nachdem wir durch das Aquarium durch waren, sind wir noch eine Runde durch Darling Harbour spaziert. Dann sind wir noch schnell einkaufen gegangen, denn der nächste Tag war ein Feiertag und unsere Vorräte gingen langsam zur Neige. Im Hostel haben wir dann gekocht und unsere Sachen zusammen gepackt, denn am 28.12. sind wir umgezogen ;) Am nächsten Morgen hat es natürlich geregnet als wir los sind. Aber die U-Bahn Station war nicht so weit und oft sind die Fußwege auch teilweise überdacht. Mit der U-Bahn ging es dann zu unserem Willi zurück, den haben wir schon vermisst. Aber er war noch da und vor allem unbeschadet, das war das wichtigste. Mit dem Auto ging es dann zu „unserem“ neuen Haus. Dort angekommen haben wir dann nur schnell unsere Sachen ausgeräumt und sind gleich wieder los um Zutaten zum Plätzchenbacken zu kaufen. Den ganzen Nachmittag haben wir dann damit zugebracht Teig zu machen und Plätzchen zu formen oder auszustechen. Vor allem Tinas Lieblingsplätzchen brauchten einige Versuche bis sie einigermaßen wurden ;) Aber am Ende waren auch die lecker und nicht zerlaufen.

Abends sind dann noch Katha & Max vorbeigekommen und wir haben zusammen Auflauf gemacht. Danach haben wir noch Wii gespielt und sind spät abends ins Bett gefallen.

Am nächsten Morgen sind wir schön lange liegen geblieben, denn wir mussten auf einen Techniker von der Telefongesellschaft warten, der das Internet reparieren sollte. Der kam dann auch gegen 12 und hat gemeint, dass der Fehler in der Telefonleitung in der Straße liegt, und dass das in den nächsten 24 – 48 Stunden repariert wird. Nach einer halben Stunde war er wieder weg und wir haben noch schnell was zum Mittag gegessen und sind dann in die Stadt gefahren. Dort waren wir viel zu spät, sodass wir eigentlich nichts mehr geschafft haben, außer zur Post zu gehen um nach unseren Päckchen zu fragen. Die waren aber leider immer noch nicht da :( Betrübt sind wir dann zurück nach Hause gefahren, denn um noch irgendwo hinzufahren war es schon zu spät.

Den vorletzten Tag des Jahres haben wir dann damit verbracht, die Stadt ein bisschen zu Fuß zu entdecken. Vom Fähranleger ging es durch den Stadtteil „The Rocks“, Sydneys ältesten Stadtteil und den Ort der ersten europäischen Besiedlung. Dann sind wir unter der Brücke entlang und im Bogen zurück, um noch auf die Brücke drauf zu kommen, denn drüberlaufen wollten wir auch noch. Nachdem wir das geschafft haben, sind wir vorbei an den Olympic Pools (allerdings aus den 1930ern, und Olympische Spiele waren da auch nicht) in den Luna Park, ein großer ganzjähriger Rummel. Von dort aus ging es mit der Fähre zurück zum „Circular Quay“, dem Haupt-Fähranleger.

Dann begann der letzte Tag des Jahres schon sehr früh um 6 Uhr morgens, denn wir mussten rechtzeitig los um uns Plätze zu sichern. Leider hat es geregnet und sah so aus, als würde es die nächsten Jahre nicht mehr aufhören. Nach einigem hin- und herüberlegen haben wir dann doch entschieden loszugehen. Gut ausgerüstet mit Regensachen und Essen für den Tag ging es los Richtung Stadt. Wir haben uns schnell mit Katha & Max getroffen und Schnaps-Übergabe gemacht, denn nach dem Feuerwerk wollten wir noch im Hostel ein paar Drinks genießen. Alkohol war allerdings verboten auf dem Parkgelände, also mussten wir den erst noch schnell ins Hostel bringen. Katha & Max sind derweil schon vorgegangen und, als wir ankamen, standen schon geschätzte 7000 Leute in der Schlange. Eigentlich wollten wir uns zusammen mit den anderen beiden anstellen, aber wir haben sie nicht gefunden und so haben wir uns irgendwo recht weit vorne mit dazu gestellt. Ein bisschen dreist, aber nach einer halben Stunde waren wir drin ;) Dann hieß es einen guten Platz zu finden um den Tag mit warten zu verbringen. Als wir dann saßen war es halb 12, also noch über 12 Stunden die wir ausharren mussten. Hin und wieder hat es ein bisschen geregnet, ansonsten war es bewölkt. Das war auch garnicht so schlecht, denn als die Sonne einmal kurz rauskam, war es schlagartig so brütend heiß, das es richtig unangenehm war. Also war doch gutes Wetter. Um 9 stand dann der erste Höhepunkt auf dem Plan: Das Familienfeuerwerk. Das war schon so beeindruckend, dass wir uns gefragt haben wie das Mitternachtsfeuerwerk denn noch besser sein will. Aber bis dahin hieß es noch 3 Stunden warten. Irgendwie wollte die Zeit aber nicht so recht vorbeigehen, denn je mehr man auf etwas wartet, desto langsamer läuft die Uhr. Aber dann waren auch die letzten Minuten des alten Jahres vorbei und das Feuerwerk ging los. Wir hatten uns die Ohrstöpsel vom MP3-Player ins Ohr gesteckt, denn im Radio wurde live und synchron der offizielle Soundtrack zum Feuerwerk übertragen. Das hat alles noch viel beeindruckender gemacht. Nach 12 Minuten war dann das Spektakel vorbei und wir haben uns auf den Weg Richtung Hostel gemacht, wo unser Jim Beam gewartet hat. Vorankommen war etwas schwierig, denn der letzte Schlag des Feuerwerks hat quasi alle Menschen die sich im Park versammelt hatten in Bewegung Richtung Ausgang versetzt und eine unablässige Schlange hat sich ihren Weg gebahnt. Aber es lief alles sehr ruhig ab. Wir sind dann ca. eine halbe Stunde zum Hostel gelaufen, denn die öffentlichen Verkehrsmittel waren hoffnungslos überfüllt. Timo hat dann mit Max noch ein paar Beam-Cola getrunken und kurz vor 4 sind wir dann ins Bett gegangen.

Der Neujahrstag war dann ein richtiger Faulenzertag für uns. Wir haben den ganzen Tag nur in der Bude gesessen, uns ausgeruht und zwischendurch nochmal geschlafen, weil wir noch so müde waren. Dann haben wir noch Bilder rausgesucht und diesen Blogeintrag hier geschrieben.

Wenn ihr den lest sind wir sicher schon im Land der Träume abgetaucht ;)

Also dann, bis bald und nachträglich noch ein gesundes und glückliches neues Jahr 2010!

Liebe Grüße aus Sydney,

Timo & Tina

P.S.: Ihr findet natürlich neue Bilder in der Fotogalerie, bzw. ein Video vom Feuerwerk in voller Länge bei T&T – TV

von: Timo | in: Allgemein | 5 Kommentare » |
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Unser Sydney-Abenteuer #1

24.Dezember

Am 22.12. sind wir dann endlich im schönen (und vor allem großen) Sydney angekommen. Der Rastplatz auf dem wir die Nacht davor verbracht haben lag noch ca. 70km vor der Stadt, also ging es nicht allzu spät los, denn wir haben mit viel Verkehr gerechnet. Also sind wir kurz vor 10 los in Richtung City. Sobald der Verkehr dichter und die Straßen breiter wurden durfte Tina wieder Navigator spielen und hat Timo dann sicher ans Ziel gebracht. Wir haben an diesem Tag nur Steph in ihrem Hostel abgesetzt und wollten dann noch schnell zur Post um unsere Weihnachtspäckchen abzuholen. Das mit dem Absetzen hat auch ganz gut geklappt. Einen Parkplatz zum kurzen Anhalten hatten wir schnell gefunden, aber danach ging das Drama los. Wir sind unzählige Runden gefahren um einen Parkplatz zu suchen wo wir lange genug stehen dürfen um zur Post und wieder zurück zu laufen. Nach einigen Runden haben wir uns dann für ein Parkhaus entschieden. Draußen stand nichts dran wie hoch das Parkhaus denn ist, also sind wir erstmal reingefahren, denn wenn der Eingang hoch genug ist, kann man ja denken das alles andere genauso hoch ist. Aber denkste! Als wir an der Schranke den ersten Schock mit dem Preis verdaut haben ($10 für die erste Stunde), sahen wir den Warnbalken mit der Maximalen Höhe: 1,80m. Das konnte nie im Leben passen! Probieren mussten wir es aber trotzdem, denn zum Ausgang hätten wir durch das ganze Parkhaus durch gemusst. Aber es wurde einfach nichts, die Rohre an der Decke kamen immer näher. Selbst als wir Surfboard, Gasflasche und Ersatzkanister vom Dach genommen hatten waren wir noch zu hoch. Also blieb nur die Möglichkeit das wir die Sicherheitsbeauftragte bitten, uns die Einfahrtschranke zu öffnen, damit wir wieder raus fahren können. Zum Glück war sie so nett und hat uns aufgemacht. So konnten wir dann nach vielen Wende-Zügen wieder zum Eingang raus fahren. Wir haben uns dann doch lieber noch einen Parkplatz an der Straße gesucht und sind schnell zur Post denn wir waren uns so sicher das unsere Päckchen da sein mussten… Waren sie aber leider nicht :( Also sind wir traurig wieder zurück zum Auto gegangen und haben uns wieder aus der Innenstadt gemacht. Unser Ziel war dann ein Campingplatz auf dem Katha & Max (unsere beiden Fraser Island Begleiter) über Weihnachten uns Silvester sind. Dort haben wir zum Glück noch einen Stellplatz für eine Nacht bekommen, denn unser Hostel war erst ab dem 23.12. gebucht.
Am 23. haben wir dann Vormittags noch ein paar Wege erledigt und sind dann in unser Hostel gegangen. Unser Willi steht jetzt alleine auf einem Parkstreifen vor dem Campingplatz und wir sind mit dem Zug in die Stadt gefahren. Das ist sehr viel einfacher, billiger und stressfreier als mit dem Auto. Leider mussten wir da aber auch unsere Klamotten wieder im Rucksack schleppen ;) Aber was solls.
Nachdem wir im Hostel alles erledigt hatten sind wir noch ein bisschen auf Erkundungstour gegangen und haben uns (natürlich, was sonst) die berühmte Harbour Bridge und die noch viel berühmtere Oper angeguckt. Vom Wasser aus erhält man den besten Rundumblick auf die Oper, also sind wir mit einer Fähre vom einen Hafenende zum anderen gefahren und haben uns die Oper von allen Seiten angeguckt. Später sind wir dann aber noch direkt hingegangen und haben uns die Oper genau angeguckt. Hier ein paar Fakten: Sie ist nicht weiß, sondern Beige mit ein paar weißen Flecken. Außerdem sind die Dächer „nur“ beige gekachelt und mit weißen Fliesenreihen dazwischen. Trotzdem ist es natürlich ein imposantes und wunderschönes Gebäude, das man sehen muss wenn man schon mal in Sydney ist.
Am Heiligabend waren wir dann mit Katha & Max ein bisschen durch die Stadt bummeln. Neben unzähligen Klamotten- und Schmuckgeschäften haben wir auch eine deutsche Bäckerei gefunden und erstmal ein leckeres Mischbrot gekauft. Das war wie der Himmel auf Erden, denn wir essen seit Monaten nur schlabberigen Toast und da ist echtes Brot mal eine Wohltat. Abends sind wir dann noch in ein deutsches Restaurant zum Essen gegangen. Für Tina gab es Rouladen und für Timo Schweinebraten. Jeweils mit Knödel und Rotkraut. Leider gab es keine Klöße, aber lecker war es allemal. Und das Beste: es gab sogar Köstritzer Bier! Wie in der Heimat. Super!

In den kommenden Tagen erkunden wir Sydney immer weiter und werden euch auf dem Laufenden halten.
Bis dahin, Frohe Weihnachten und danke für eure Grüße und Wünsche ;)

Timo & Tina

Reise nach Sydney #4

23.Dezember

Seit unserem letzten Blogeintrag haben wir schon wieder sehr viel gesehen und erlebt…

Unser erster Stop war der Australia Zoo. Nach einer Nacht nahe des Zoos auf einem Rastplatz sind wir am Morgen nicht all zu spät los, denn wir wollten den Tag im Zoo richtig nutzen.

Im Zoo angekommen haben wir erst einmal den Infozettel über die ganzen Shows, die am Tag stattfinden studiert und haben uns ausgesucht, was wir alles sehen wollen. Als erstes haben wir uns die Fütterung der Riesenschildkröten angesehen. Nebenbei wurden den Zuschauern die Tiere selbst, ihre Lebensweise und ihr Lebensraum beschrieben und erklärt. Nach der Fütterung haben wir uns die Krokodile etwas näher angesehen und sind dann um 13 Uhr in eine riesige Arena ins „Crocosseum“ gegangen. Dort fand eine riesige Show statt, in der erst Elefanten, dann Schlangen, Papageien und viele andere Vögel und zum Schluss ein Krokodil vorgestellt wurden.

Nach der Show haben wir unser mitgebrachtes Essen gegessen und haben zugesehen wie die meisten australischen Familien sich tonnenweise Essen gekauft haben und die Hälfte immer in den Müll geflogen ist.

Nachdem wir nochmal durch den Souveniershop gebummelt sind ging es für uns zu den Koalas, die wir später auch mal anfassen konnten :) Im Zoo gab es große Rasenflächen auf denen sich zahlreiche Kängurus tummelten, die alle gefüttert werden wollten. Also haben wir einen Dollar für eine Tüte Futter investiert und dann auf zu den Kängurus. Diese fanden wir unter den Bäumen im Schatten, denn dieser Tag war einfach zu heiß um sich in die pralle Sonne zu legen. Dann haben wir uns noch alle möglichen Tiere im Zoo angesehen; Dingos, Riesenechsen, Koalas, Echidnas, rote Pandas, Tiger und haben sogar noch Elefanten gefüttert. Dann ging es mit dem Shuttelservice zurück zum Zooeingang. Wir haben uns noch eine Otterfütterung angesehen, das sind echt ein paar lustige und süße Tiere… Dann war es schon Nachmittags gegen 5 und wir sind wieder aus dem Zoo gegangen.

Für uns ging es noch zu einem Lookout von dem wir auf die Glas House Mountains sehen konnten und sogar ein paar Bilder von Blitzen machen konnten.

Am nächsten Morgen ging es auf nach Brisbane. Kurz vor Brisbane wurde der Highway dreispurig und immer voller, bis wir am Ende im Stau standen… naaa toll! In Brisbane direkt war auch sehr viel Verkehr und wir haben ewig gebraucht, ehe wir einen Parkplatz gefunden haben. In Parkhäuser haben wir uns nicht so richtig hinein getraut, weil wir nicht genau wussten wie hoch wir mit Dachgepäckträger und dem Zeug darauf sind. Also ging die Suche bestimmt eine Stunde so weiter. Am Ende haben wir uns dann doch in ein Parkhaus gestellt, das 2,30m hoch war. Das war knapp, aber es hat gepasst!!! Dort konnten wir dann für 2h kostenlos Parken. In der Zeit sind wir in die Innenstadt gelaufen und haben uns einen groben Überblick geholt, waren in der Touriinfo und haben etwas zum Mittag gegessen. Zurück am Auto waren wir dann eine halbe Stunde über den 2h freiparken und mussten dafür sage und schreibe $5 bezahlen… aber naja.

Am nächsten Tag haben wir dann die Stadt ein bisschen näher erkundet. Nachmittags haben wir Steph vom Bus abgeholt, ihre Sachen ins Hostel gebracht und waren dann noch eine Runde mit ihr in der Innenstadt. Bis zum 16. Dezember waren wir in Brisbane, haben versucht Plätzchen zu backen, was aber wegen dem nicht funktionierenden Ofen und wegen falschem Mehl leider nichts geworden ist, haben uns noch Gardienen genäht, damit nicht jeder in unser „Schlafzimmer“ gucken kann und haben uns natürlich auch noch einiges in Brisbane selbst angeschaut. Geschlafen haben wir immer auf einem kleinen Parkplatz am Fluss, von wo wir einen wunderbaren Blick auf die Stadt hatten.

Am 16. Dezember ging unsere Fahrt dann weiter. Gegen 9 Uhr haben wir Steph aus ihrem Hostel abgeholt, ihre Sachen im Auto verstaut und haben uns auf dem Weg nach Surfers Paradise gemacht.

Dort angekommen sahen wir einige Wolkenkratzer und nicht wie erwartet ein kleines übersichtliches Städtchen wie Airlie Beach. Schnell war auch ein Parkplatz gefunden von dem aus wir eine Runde am Strand entlang gelaufen sind. Riesige Wellen gab es an dem Tag und das nutzen auch die Surfer voll aus. Der Strand war richtig breit und viele Leute waren am Strand. Wir sind uns dann noch ein bisschen durch die Fußgängerzone gelaufen, haben uns die Wolkenkratzer angesehen und sind dann bei Zeiten weitergefahren.

Die Nacht haben wir auf einem Rastplatz am Highway verbracht.

Am nächsten Morgen haben wir gemütlich gefrühstückt, haben das Zelt wieder zusammengepackt und unser Bettchen zusammengeklappt und dann ging die Fahrt weiter. Wir wollten einen tollen Wasserfall im Nightcap Nationalpark ansehen. Eine Straße über viele kleine Nester führte dahin, dann hörte auch die asphaltierte Straße auf und es war nur noch eine Schotterpiste. Kurz bevor wir auf dem Parkplatz vom Nationalpark ankamen kam noch eine kleine Vertiefung, wo bei viel Regen ein kleiner Fluss fließt. Jedenfalls ist Tina gefahren und nach dieser Durchfahrt rumpelte das Auto. Tina hielt an und fragte ob das die Straße sei, die da so rumpelt. Timo sagte „nee… fahr weiter.“ Dann warf Tina einen Blick in ihren Rückspiegel und sah, dass das rechte Hinterrad nicht mehr so eine normale Form wie immer hat. Wir hatten einen Platten. Na toll! Aber das Gute war, wir standen quasi schon auf dem Parkplatz :) Dann sind wir alle ausgestiegen, Timo hat schnell das Ersatzrad angebaut und Steh und Tina haben geguckt, was man im Nationalpark alles findet. Als alles wieder auf dem Dach verstaut und angebaut war sind wir einen kurzen Weg durch den (wieder mal) tiefsten Urwald gelaufen. Nach einem knappen Kilometer kamen wir an dem „Wasserfall“ an. In Wirklichkeit handelte es sich aber nur um ein Bächlein, welcher von einem großen Felsen herunter tropfte. Aber es sah trotzdem toll aus, und sicher noch toller wenn richtig Wasser da ist.

Wir sind dann zurück zum Auto, haben unsere Nudeln vom Vorabend noch gegessen und dann sind wir nach Byron Bay gefahren. Als erstes wollten wir zu einem Leuchtturm der dort am östlichsten Punkt Australiens steht. Dort angekommen empfing uns ein Mann auf der Straße, der $7 für eine Stunde Parkplatz bekommen wollte. Nachdem wir das auch bezahlt hatten, hatten wir einen wunderbaren Blick auf die Küste, auf das Meer und auf Byron Bay. Als wir viele tolle Fotos gemacht haben ging es dann in Byron Bay City und später dann für Timo und Tina nochmal kurz ins Meer. Danach haben wir alle noch eine kalte aber schöne Dusche genossen und dann ging es wieder los, auf die Suche nach einem Nachtschlafplatz.

Die darauf folgenden Tage haben wir uns noch die Städte Coffs Harbour, Port Macquarie und Newcastle angeschaut. In Coffs Harbour haben wir nur am Strand gelegen, in Port Macquarie haben wir ein Koala-Krankenhaus besucht und aus Newcastle sind wir schnell wieder weg, denn so schön war es dort nicht ;)

Dann haben wir noch 2 Nächte auf einem Parkplatz ca. 70 km vor Sydney geschlafen. Zusammen mit unserer „Ostdeutschen Reisegruppe“ haben wir dann einen Tag noch einen Ausflug zu einem nahegelegenen Nationalpark gemacht. Wir sind die „Ostdeutsche Reisegruppe“ weil wir zusammen mit Katha&Max (von Fraser Island) und 2 Brandenburger Jungs, die wir in Airlie Beach kennengelernt haben, zusammen unterwegs waren :) Mit denen und noch einigen anderen werden wir wahrscheinlich/hoffentlich Silvester verbringen.

Gestern sind wir nun in Syndey angekommen. Aber dazu gibt es bald einen neuen Blogeintrag ;)

Bis dahin, genießt die Bilder und schreibt fleißig Kommentare.

Timo & Tina

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